News Herren 2

Mit einer kämpferischen Mannschaftsleistung holt sich der SC Frauenfeld 2 den ersten Auswärtssieg der Saison. Im Kantonsderby gegen den HSC Kreuzlingen 3 geht das Herren 2 mit 21:18 als Sieger vom Platz.

Kreuzlingen, 28. Februar 2026 – Die letzten Wochen verliefen alles andere als nach Wunsch für die zweite SCF-Herrenmannschaft. Nach bitteren Niederlagen gegen direkte Konkurrenten im Abstiegskampf war klar: Nur mit einem Sieg in Kreuzlingen bleibt die Chance bestehen, die Abstiegsrunde noch zu vermeiden.

Die Ausgangslage war jedoch alles andere als ideal. Mit Spielertrainer Yannick Ricci und Rückraumspieler Sven Flachmüller fehlten zwei zentrale Figuren. Gemeinsam mit Emanuel Schwarz unterstützten sie das Team jedoch von der Seitenlinie aus. Somit war allen Beteiligten bewusst: Heute kann es nur über die geschlossene Mannschaftsleistung gehen, und andere Spieler müssen in die Bresche springen. Ebenso klar war, dass mit der Defensivleistung der letzten Spiele in Kreuzlingen nichts zu holen sein würde. Nur mit einer konsequenten und harten Verteidigung sowie einem starken Torhüter waren die ersten zwei Auswärtspunkte realistisch.

Beide Teams starteten entsprechend fokussiert in die Partie. Die Bedeutung des Spiels war spürbar. Kreuzlingen wollte sich von der unteren Tabellenregion absetzen, während Frauenfeld den Anschluss wiederherstellen wollte. Es entwickelte sich rasch eine hitzige und intensiv geführte Begegnung, in der beide Mannschaften von Beginn an konsequent verteidigten, teilweise auch an der Grenze des Erlaubten.

Die erste Halbzeit gestaltete sich ausgeglichen. Starke Torhüterleistungen auf beiden Seiten sowie zahlreiche Ballverluste prägten das Spiel. Keine Mannschaft konnte sich entscheidend absetzen. Die Gäste aus der Kantonshauptstadt hatten die Chance, mit einer Führung in die Pause zu gehen. Ungenutzte Möglichkeiten in den Schlussminuten verhinderten jedoch ein besseres Resultat. So ging es mit einem leistungsgerechten 12:12 in die Kabinen.

Die Botschaft in der Pause war klar: Heute liegt etwas in der Luft. Wenn die Mannschaft konsequent weiterspielt, kann man am Abend zwei Bohnen bejubeln.

Der Start in die zweite Halbzeit verlief optimal. Eine überragende Viertelstunde legte den Grundstein für den Auswärtssieg. Die Defensive stand weiterhin stabil und Torhüter Marcel Wirth spielte sich in einen regelrechten Rausch. Die Kombination aus starker Abwehr und starkem Torhüter liessen die Gäste schier verzweifeln. Gleichzeitig fand Frauenfeld im Angriff zunehmend Lösungen und baute den Vorsprung kontinuierlich aus. Während die Gastgeber erst nach 13 Minuten ihren ersten Treffer in der zweiten Hälfte erzielten, konnten die Gäste bereits fünf Tore bejubeln und sich entscheidend absetzen.

In der Schlussphase machte sich bei den Frauenfeldern die Anspannung bemerkbar und der Vorsprung schmolz langsam dahin. Zum Glück bewies der Dauerbrenner auf dem rechten Flügel, Jan Kollbrunner, starke Nerven und nutzte seine Chancen sowohl vom Flügel als auch vom Siebenmeterpunkt, um die Anzeigetafel auf der Gästeseite entscheidend aufzustocken. In Kombination mit einer weiterhin stabilen Defensive und einem sicheren Rückhalt im Tor gelang es, die Führung letztlich einigermassen souverän über die Zeit zu bringen. Am Ende stand ein hart erkämpfter 21:18-Auswärtssieg auf der Anzeigetafel und damit das Ende einer langen Durststrecke.

Diesen Schwung gilt es nun mitzunehmen. Bereits am kommenden Sonntag steht das nächste Spiel zu Hause gegen die SG Weinfelden/Kreuzlingen an. Nach zuletzt torreichen aber verlorenen Spielen zeigt diese Partie eine wichtige Erkenntnis: Man kann auch mit 21 erzielten Treffern gewinnen, wenn die Defensive stimmt.

Autor: Luc Pizzini

 

Kader:
Marcel Wirth, Chris Känzig, Steven Haug, Alexandros Skretas, Luc Pizzini, Bram Ligternik, Marcus Habersaat, Fabian Brauchli, Jan Kollbrunner, Sven Becker, Ben Bürgisser, Levin Sampiero

Coaching:
Sven Flachmüller, Emanuel Schwarz, Yannick Ricci