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H2: Der vielleicht knappste Nichtaufstieg aller Zeiten

Am Ende des Rückspiels auswärts in Lyss um den Aufstieg in die zweite Liga beklatschten sich die Spieler und die mitgereisten Fans der zweiten Herrenmannschaft gegenseitig mit einer Mischung aus Stolz und Enttäuschung. Was an diesem Nachmittag passierte, ist für kaum jemanden in Worte zu fassen. Unter dem Strich bleibt aber das Wissen, dass man den Aufstieg nach der 22:23-Niederlage lediglich aufgrund der geringeren Anzahl Auswärtstore verpasste.

 

Lyss, 4. Mai 2019 – Der Reihe nach: Um pünktlich im Sportzentrum Grien in Lyss anzukommen und jegliche Überraschung auf den Strassen Richtung Berner Seeland einzukalkulieren, traf sich die Mannschaft der H2 bereits über vier Stunden vor Matchbeginn auf dem Frauenfelder Marktplatz. Spontan organisierten die Verantwortlichen noch einen Kleinbus, damit die Spieler die Fahrtstrapazen nicht als Ausrede nutzen konnten. Von übermässigem Komfort und grenzenloser Beinfreiheit konnte dann aber auch nicht die Rede sein. Mit an Bord waren neben dem Team und Chauffeur Armin Krattiger auch Physio Dominique Gonzenbach, der nach langer Verletzungspause aufs Feld zurückkehrende Fabrice Walter sowie Anja Frei. (An dieser Stelle nochmal vielen Dank an alle!)

Die Stimmung war etwas angespannt aber durchaus optimistisch und die Verkehrslage meinte es sehr gut. So kam man bereits zwei Stunden vor Spielbeginn in Lyss an. Dort angekommen, wurde zuerst der halbe Coop leergeräumt – man muss schliesslich gut verpflegt in ein solch wichtiges Spiel starten. In der Halle behandelte Domi Gonzenbach dann zuerst einmal die halbe Mannschaft. Wenn man schon mal eine professionelle Physiotherapeutin dabei hat, soll das schliesslich ausgenutzt werden.

In der Matchansprache des Coaching-Duos Krattiger/Ricci brauchte es keine grosse Motivationsspritze, jeder wusste, um was es ging. Man wollte den favorisierten Gegner überraschen und wie bereits im Hinspiel möglichst das eigene Spiel aufdrücken. Wer zu diesem Zeitpunkt noch nicht bis in die Haarspitzen motiviert war, war dies spätestens beim Anpfiff. Die mitgereisten Frauenfelder Anhänger gaben bereits bei der Spielervorstellung eine Kostprobe davon, was die Spieler in den kommenden 60 Minuten erwarten würde.

Zu Beginn der Partie schien der Frauenfelder Plan perfekt aufzugehen. Nach zwei Minuten führte man bereits mit 2:0. Wer sich zu diesem Zeitpunkt dachte, das würde jetzt locker so weiter gehen, sah sich schwer getäuscht. Technische Fehler und dumme Zeitstrafen auf Frauenfelder Seite sowie eine gnadenlose Effizienz der PSG Lyss führten bis zur 18. Minute zu einer 6-Tore-Führung der Berner. Es war Zeit für eine Frauenfelder Reaktion. Und diese kam auch, und wie! Von der Bank mit einem Time-out, auf dem Feld mit zwei neuen Aufbauerspielern und vor allem von der Tribüne. Die Frauenfelder Fanhorde, angeführt von Michel „Trübli“ Wyssmann, Stefan „Holdi“ Holdener, Thom „das wachsame Auge“ Ruppert und Marc „Lotti“ Mayer verwandelte das Auswärtsspiel, 170 Kilometer von zu Hause entfernt, in ein Heimspiel. Absoluter Gänsehautalarm! Angetrieben von den lautstarken Parolen setzten die Spieler auf dem Feld zu einem Zwischenhoch an und manch einer in der Halle rieb sich ungläubig die Augen, als die Frauenfelder zwölf Minuten später mit einer 13:12-Führung in die Halbzeit gingen.

Auch nach dem Pausentee schien man das Spiel unter Kontrolle halten zu können. Nach einer guten Startphase pendelte sich der Vorsprung konstant bei zwei bis drei Toren ein. Man zeigte dabei phasenweise brillanten Handball. Als man dann in der 45. Minute sogar mit fünf Toren davonziehen konnte, liebäugelten einige offenbar schon mit dem möglichen Aufstieg – oder bekam der eine oder andere Angst davor? Anders ist es fast nicht zu erklären, dass man in der Folge ganze zwölf Minuten zu keinem einzigen Torerfolg kam. Der Ausgleich in der 55. Minute liess das in der ersten Halbzeit erarbeitete Momentum definitiv wieder zum Heimteam wechseln. Kampflos wollte man sich dann aber nicht seinem Schicksal überlassen, wusste man doch, dass auch ein Unentschieden für den Aufstieg reichen würde. In den letzten Minuten behielt die PSG Lyss dann aber den kühleren Kopf und entschied die Partie mit 23:22 für sich. Hier auch ein Kompliment an die Mannschaft und Verantwortlichen der PSG Lyss 2, die sich stets als faire Gegner und gute Gastgeber zeigten. Es steht ausser Frage, dass sich das Niveau dieser Begegnung weit über der 3. Liga befand.

Stolz auf die Leistung, überwältigt von der Unterstützung der Fans, aber enttäuscht über das Ergebnis trat die Mannschaft mit genügend Bier bewaffnet den Rückweg nach Frauenfeld an. Vom weiteren Verlauf des Abends sind nur noch bruchstückhafte Erinnerungen vorhanden…

Abschliessend gilt der Dank all denen, die dabei geholfen haben, die beiden Aufstiegspartien in Festspiele zu verwandeln. Einige wurden bereits erwähnt, viele weitere gehören dazu. Es war eine absolute Freude, eine solche Unterstützung zu erhalten. Dafür spielen wir Handball!

Autor: Urban Krattiger

Matchtelegramm:

04.05.2019 – 17:00 Uhr – Lyss Grien

PSG Lyss vs. SC Frauenfeld 23:22 (12:13)

Iacopetta Marco (7/30), Reller Fabian (6), Wellauer Zino (1), Ricci Yannick (8), Keller David (3), Walter Fabrice (2), Gruber Matthias (1), Freyenmuth Jonas, Räber Thomas (1), Lovric Michael, Hübner Fabian

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